"Daimler & Maybach - Zu Lande, zu Wasser und in der Luft"

 

Für alle daheimgebliebenen 356er Freunde, sollte es
ein kurzweiliger Freitagabend werden.

 

Treffpunkt war um 17.00 Uhr der Kurpark Bad Cannstatt,
bei der Gedächtnisstätte des Daimler-Gartenhauses.14 luftgekühlte Fahrzeuge und einer zum Thema passender Mercedes SL, trafen mit 27 Teilnehmern pünktlich am Treffpunkt ein.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Stammtischleiter

Claus Schmid, leitet dieser schnell zum Thema unseres

heutigen Erlebnisabends über.

Bei einer Stadtverführung mit Frau Heike Marx und
Ihren Schauspielerinnen, wurde der Abend themengerecht eingeleitet und wir wendeten uns Daimler und Maybach zu.

Wie jede Geschichte beginnt auch unser Abend mit,

 

es war einmal ….

 

ein Bäckerbub ( Daimler) und ein Waisenknabe
(Maybach), die nicht nur Freunde fürs Leben waren, sondern auch für ihre Visionen durchs Feuer gegangen wären.

Die individuelle Mobilität – das ist es, was die beiden Erfinder schon lange bis in ihre Träume verfolgte. Dafür arbeiten
Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach unermüdlich in einem zur Werkstatt umgebauten Gewächshaus in Cannstatt.

Noch1872 hatte Gottlieb Daimler in der Gasmotorenfabrik Deutz bei Köln eine Stelle als technischer Direktor angenommen.

Nach Differenzen mit der Geschäftsleitung verließ er das
Unternehmen Mitte 1882, um sich selbstständig zu machen.

In der Taubenheimstraße erwarb Gottlieb Daimler eine
Villa. Im großen Garten befand sich ein Gewächshaus, welches er umgehend durch einen Backstein-Anbau vergrößern ließ um dort eine Versuchswerkstatt einzurichten. Gleichzeitig verbreiterte

er die Gartenwege, so dass später diese mit Fahrzeugen befahren werden konnten.

 

Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach, begannen mit den ersten gemeinsamen Versuchen, zur Entwicklung eines schnelllaufenden, kleinen Verbrennungsmotors.

Der grundlegende Ansatz war, Benzin als ausschließlichen Brennstoff zu verwenden, um den Antrieb in alle nur denkbaren
Fahrzeuge einzubauen. Ziel war es Menschen mit Fahrzeugen

-zu Lande, zu Wasser und in der Luft- von einem Ort zum anderen zu Bewegen.

 

Die Versuche liefen unter größter Geheimhaltung, denn
Gottlieb Daimler hatte Angst, dass seine Idee der Konkurrenz bekannt werden könnte.

Aus Angst vor Spionen haben die Fenster des
Gewächshauses schwere Vorhänge, die vor allzu neugierigen Blicken schützen sollen. Doch dem Durchbruch ihrer technischen Revolution steht so manches Hindernis im Weg, die Gerüchteküche brodelt, kriminelle Machenschaften werden
den beiden unterstellt.

 

Am 10. November 1885 ist es soweit, Paul, der älteste
Sohn Daimlers, bewältigte die drei Kilometer lange Strecke von Cannstatt bis Untertürkheim auf einem hölzernen, mit Stützrädern versehenen Zweirad. Ein Traum wurde wahr und brachte den Durchbruch, der die Welt veränderte.

 

Nach solch spannend gespielter Geschichte, flanierten die 356 er Freunde abschließend durch Bad Cannstatt – die stolze Stadt am Neckar, das im ausgehenden 19. Jahrhundert, eines der nobelsten
Kurzentren Europas, unter König Wilhelm I. war.

Auch das verkosten des Sauerwassers, an einer der Heilquellen, gehörte dazu.

 

Da Verzog der eine und auch der andere Clubfreund, das
Gesicht. Wie sagte ein Teilnehmer, ein Trollinger ist bedeutend bekömmlicher. Mit diesen Spruch, finden wir einen schönen Übergang, für den Abschluss dieses spannenden Abends.

 

In Reih und Glied aufgestellt, bewegen wir unsere
luftgekühlten Fahrzeuge ins Remstal nach Strümpfelbach, ins Weingut Kuhnle.

 

Zu Beginn der Weinprobe, durften wir eine besondere
Geschichte zu
Dr.-Ing.h.c. Wilhelm Maybach, von unserem langjährigen Stammtischmitglied Hans- Peter Schazmann, hören.

 

Die Vorfahren von Peter, hatten einen besonderen Bezug
zu Maybach. Er erzählte die Geschichte des Urgroßvaters Kurtz, welcher nachweislich die ersten Motoren für Daimler, in der Heusteigstraße im Zentrum von Stuttgart, baute.

Mit einer Kopie einer in seinem Besitz befindlichen originalen Postkarte, schrieb Wilhelm Maybach am 14. März 1916 an seinem Urgroßvater Kurtz. Herr Maybach bedankte sich für die Aufmerksamkeiten, welche er anlässlich seine 70. Geburtstag erfahren durfte. Auch eine Ansichtskarte der Fabrik Kurtz, wurde allen Teilnehmern gezeigt. Eine schöne Abrundung zu unserem heutigen Themenabend, rund um Daimler und Maybach.

 

Anschließend wurden wir im Innenhof des barocken
Fachwerk-Anwesens, von Margret und Werner Kuhnle empfangen. An diesem schönen Sommerabend, dürstete es uns nach etwas erfrischendem, aus den Weinbergen.

 

Eloquent mit Witz und Charme, führte uns Werner Kuhnle
durch den Abend. Aus allen Ecken atmet der Geist, jahrhundertelanger Weinbautradition.
Gewissenhaft, mit schwäbischen Anekdoten gewürzt, wurden Geschichten über den Weinausbau und der nie endenden Begeisterung, an der Arbeit mit Rebe und Traube erzählt.

Ein unvergesslicher Abend, ging zu Ende.

 

Herzlichen Dank für die Einladung durch die Eheleute
Kuhnle

 

Schließen wir mit einem schönen Gedicht,

 



Wein vergoldet jeden Tag

Scheucht hinweg des Daseins Plag,

Macht die Menschen froh und heiter,

Ihren Geist sehr viel gescheiter,

Lässt das Leben schön erscheinen,

Die Gedanken Gutes meinen,

Lässt uns alle zu Freunden werden,

Friedlich wird es dann auf Erden.

Wer den Wein so klug genießt,

Freude aus den Sternen liest,

Merkt an seines Herzens Schlag:

Wein vergoldet jeden Tag

 

 

 Text und Bilder:   Claus Schmid 

 



 

 

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