21.11.2015 - 12. Strähle Porsche Swap 

Der internationale Porsche-Basar

Wie jedes Mal beim nun schon traditionellen Porsche-Swap verwandelte

sich die Künkelin-Halle in einen wuselnden Basar für überwiegend große

Buben, die einen Hang zu einem ganz besonderen Auto teilen. Aus aller Welt

kommen sie nach Schorndorf, dieses gewisse Glänzen in den Augen, fachsimpeln und machen große und kleine Schnäppchen bei ihrem Porschetreff.

 

Um die Mittagszeit hatte man es schwer, zwischen den Ständen der 85 Aussteller in der Künkelin-Halle durchzukommen. Bis dahin waren schon über 600 Besucher gezählt worden. Überall drängten sich Interessenten um die Auslagen auf den Tischen, prüften dieses und jenes Ersatzteil wiegend in den Händen und überlegten, ob sie sich etwa eine nagelneu blitzende Felge für einen

911er Carrera zum Messepreis für schlappe 1119 Euro unter den Arm klemmen oder gleich einen ganzen alten Silberpfeil, der für 108 000 Euro per Foto angeboten wurde, ordern sollten. Sensation des Tages: Der nagelneue Motor eines alten Rennwagens. Es gab wieder mal alles, was das Porschefahrerherz

begehrt: schmale Lenkräder, Tachos,tiefe Schalensitze, Reifen, Auspuffe,

Kolben, Accessoires, Handbücher für jeden Typ, Kalender und Poster und für die mitgebrachten Söhne – nur für sie? – kleine Spielzeug-Porsches. Aber die wahren Highlights des Porschetreffs finden oft schon vor der Öffnung für Besucher statt. Dann nämlich, wenn die Händler frühmorgens ihre Stände aufbauen und die Auslagen gegenseitig neugierig beäugt werden. „Sensation

des Tages“, so Mitveranstalter Paul-Ernst Strähle, „war um sieben Uhr der Kauf von nagelneuen, noch eingepackten Motorteilen eines alten Porsche-Rennwagens, die in einer aufgegebenen Autowerkstatt in Holland gefunden worden sind“. Da wechselten in aller Herrgottsfrühe 40 000 Euro den Besitzer.

 

Aber auch wer zu spät kommt, wird hier nicht vom Leben bestraft. Allenthalben begegnet hier man glücklichen neuen Besitzern mit irgendwelchen chromblitzendkrummen Teilen unterm Arm, die wohl bald irgendwo angeschraubt werden. Auch Gesprächsfetzen der überall zusammenstehenden Diskutiergrüppchen von Experten zeugten von intensivster Sachkenntnis. Unsereiner etwa war selbst Ohrenzeuge eines leidenschaftlichen Disputs um die Bewandtnis einer bestimmten Hohlschraube.

 

Kann aber, da er im Gedränge weiter geschubst

wurde, leider nicht mitteilen, was deren genaue Funktion war.

Auch ehemalige Porsche-Rennfahrer waren unter den Besuchern

„Porsche übt noch immer die alte Faszination aus“, freut sich Paul-Ernst Strähle im Gespräch. Auch darüber, dass die Leute von weither zu diesem Event nach Schorndorf anreisen. „Sammler aus aller Welt“, sagt Strähle, „aus Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Holland und England. Aus den USA ist ein Journalist da, der für das Magazin eines Porsche-Clubs schreibt.“

Wie immer ist der Porsche-Swap auch eine Familientreffen.

 

Herbert Linge, ehemals Rennfahrer und Chefentwickler bei Porsche, war da. „Der ist 1957 noch das berühmte italienische Rennen ‘Mille Miglia’ mit meinem Vater gefahren“, erzählt Strähle, „ein großer Freund der Familie, den wir ‘Onkel’ nannten.“

 

Auch Peter Falk, einst Rennleiter bei Porsche

 

Hans Mezger, der „Urvater des 911er“

schauten vorbei.

 

Klangvolle Namen innerhalb der Porsche- Community, die der Veranstaltung ihren zusätzlichen Glanz verliehen.

 

Text: Thomas Milz    Bilder Claus Schmid/ Eberhard Strähle    

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