25.10.2014 - Gedenken an Paul-Ernst Strähle zum 4. Todestag

Der 356 Stammtisch Baden- Württemberg gedenkt alljährlich mit einer Stammtischveranstaltung, an den am 27.10.2010 verstorbenen Paul-Ernst Strähle, aus Schorndorf.

In diesem Jahr haben wir uns mit dem Vater von Paul-Ernst Strähle, dem Flugpionier und Luftbildner Paul Strähle befasst.

Unser Tagesablauf begann um 11.00 Uhr, mit dem Treffen am Cannstatter Wasen. Es war der erste Start- und Landeplatz von Paul Strähle mit seinem Luftverkehrsunternehmen. Trotz größter Bedenken wurde Paul Strähle, als einzigem deutschem Privatunternehmer vom Reichsluftamt Berlin 1921 die Konzession zunächst für die Fluglinie Stuttgart-Konstanz erteilt. Am 3. Januar 1921 um 11.19 Uhr startete Flugpionier Paul Strähle mit D-71 zum ersten Flug vom Cannstatter Wasen. Zwei Jahre lang führte “Luft-Verkehr-Strähle” diesen Luftpost- und Passagierdienst mit größter Regelmäßigkeit ohne nennenswerte Unfälle durch. In dieser Zeit wurden 825 Passagiere und 5.235 Kilogramm Post transportiert und insgesamt 119.712 Flug-Kilometer zurückgelegt.

Schon 1923 musste der Flugpionier sein Unternehmen dichtmachen, die Lufthansa bekam das Monopol für den gesamten deutschen Luftverkehr. Mit dem Ende des Flugdienstes wurde auch die D-71 außer Dienst gestellt. Danach war sie u.a. in Schorndorf ausgestellt, heute befindet sie sich im Depot des Deutschen Technikmuseums in Berlin.

Mit einer Fahrt über den Rotenberg bei Stuttgart konnten die Porschefreunde nochmals zurück auf den Cannstatter Wasen und Stuttgart schauen                     

Die weitere Fahrt führte entlang des Remstals, zum stillen Gedenken an das Familiengrab von Paul-Ernst Strähle, auf den neuen Friedhof in Schorndorf.

 

In  der Galerie für Kunst und Technik in Schorndorf erwartete uns Paul-Ernst Strähle jun.(Bubi), um uns am Gedenktag mit  gewandter Wissensvermittlung, fast 100 Jahre zurück, in die Zeit der beginnenden Luftbildfotografie zu führen.

Ein Flug von Stuttgart ins Remstal, so lautet der Vortrag, welche uns mit Luftbildern aus dem Schorndorfer Archiv Strähle in die Zeit der 1920er und 1930er Jahre mitnahm.

So erzählte Paul Ernst Strähle, dass im Jahr 1919 Paul Strähle mit der Herstellung  von Luftbildern begann. Er schuf dabei bis zum Verbot im Jahr 1938, ein einzigartiges Archiv von über  40.000 Luftbildaufnahmen Deutschlands, innerhalb der Reichsgrenzen ohne Ostpreußen. Diese Zeitdokumente, in meist qualitativ hochwertigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, sind angesichts der Zerstörungen im 2. Weltkrieg für die Nachwelt heute und in der Zukunft,von unwiederbringlichem Wert.

Nach der Freigabe durch die Alliierten Mitte der 1950er Jahre wurde die Luftbildtradition von seinem Großvater Paul Strähle und Vater  Paul-Ernst Strähle, dem wir heute Gedenken, fortgesetzt.

Nicht nur Bilder, waren an diesem Nachmittag in der Galerie für Kunst und Technik Schorndorf zu betrachten, sondern auch vielfältiges Zubehör der Luftbildnerei wie Luftbildkameras, Fliegerausrüstungen und Filme runden diesen spannenden Nachmittag ab.

Zum Abschluss traf man sich im Kesselhaus, eine Gasthausbrauerei im Herzen der

Stadt Schorndorf mit  seinem unverkennbaren Ambiente eines  Industriegebäudes von 1895, wo man sich lange über den Tag und das erlebte austauschte.

 

Herzlichen Dank an Paul Ernst Strähle jun. und allen Mitarbeitern des Strähle Klassikzentrum, die zum Gelingen dieser interessanten Veranstaltung beigetragen hatten.

 

 

Text und Bilder:  Claus Schmid  

Luftbilder vom Strähle Luftbildarchiv Schorndorf

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